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Apr 02 2025

Pedelec-Unfälle auf hohem Niveau

Ob auf dem Arbeitsweg, in der Freizeit oder als sportliches Fortbewegungsmittel – Pedelecs sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Doch mit der steigenden Zahl an Nutzern nehmen auch die Unfälle drastisch zu. Waren es 2014 noch rund 2.200 registrierte Unfälle mit Personenschaden, sind es inzwischen fast 24.000 pro Jahr – mehr als eine Verzehnfachung binnen weniger Jahre.

Pedelec vs. E-Bike

•    Pedelecs: Pedelecs unterstützen den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Sie gelten rechtlich als Fahrrad, können ohne Führerschein gefahren werden und werden in Unfallstatistiken separat erfasst.
•    E-Bikes: Fahrzeuge, die den Fahrer auch über 25 km/h unterstützen, werden als Kleinkrafträder klassifiziert. Sie unterliegen strengeren Regelungen und sind häufig in den Unfallstatistiken nicht mehr enthalten.
Zur Einordnung: Etwa 90 Prozent des Marktes für Elektroräder machen Pedelecs aus. Der Begriff "E-Bike" wird im Alltag oft fälschlicherweise als Oberbegriff für alle elektrisch unterstützten Fahrräder verwendet, obwohl damit meist Pedelecs gemeint sind.

Höheres Tempo, schwerere Folgen

Pedelec-Fahrer sind oft schneller unterwegs als klassische Radfahrer, und genau das wird ihnen zum Verhängnis. Wer mit 25 km/h auf ein Hindernis prallt, erlebt eine ganz andere Aufprallenergie als bei gemäßigten 15 km/h. Das spiegelt sich auch in den Unfallzahlen wider: Während bei herkömmlichen Fahrradunfällen durchschnittlich 3,6 Menschen pro 1.000 Unfälle tödlich verunglücken, sind es bei Pedelec-Unfällen mehr als doppelt so viele (7,9). Die höhere Geschwindigkeit, das oft ungewohnte Fahrverhalten und die mitunter mangelhafte Schutzkleidung tragen dazu bei, dass Pedelec-Unfälle häufig schwerwiegende gesundheitliche und finanzielle Folgen haben – so auch mehr bleibende Schäden und Invaliditäten.

Wer sind die Unfallopfer? Nicht nur Senioren!

Früher galten Pedelecs als "Seniorenfahrzeuge", doch diese Zeiten sind vorbei. Heute nutzen sie alle Altersgruppen. Das spiegelt sich auch in den Unfallzahlen wider: Jeder dritte verunglückte Pedelec-Fahrer ist mittlerweile unter 45 Jahre alt. Viele dieser Nutzer sind berufstätig, haben Familien oder finanzielle Verpflichtungen – ein schwerer Unfall kann sie und ihre Liebsten in existenzielle Schwierigkeiten bringen. Hier wird die Bedeutung einer leistungsstarken Unfallversicherung besonders deutlich.

Warum eine Unfallversicherung für Pedelec-Fahrer unverzichtbar ist

Ein Sturz vom Pedelec kann schnell zu langwierigen Verletzungen und hohen Kosten führen. Notwendige Umbauten am Haus, Verdienstausfall, langfristige Reha-Maßnahmen – die Kosten für den Schaden können sich schnell summieren. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Unfällen im beruflichen Kontext. Was aber, wenn sich der Unfall auf einer Wochenendtour oder auf dem Heimweg ereignet? Dann bleibt der Betroffene ohne umfassenden Schutz. Die private Unfallversicherung sorgt im Schadenfall für die dringend notwendige finanzielle Hilfe.

 

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