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Aktive ETFs sind nicht das Beste aus beiden Welten

Im Jahr 2023 war das Volumen der passiven Indexfonds (ETFs) höher als das der aktiven Fonds und auch im vergangenen Jahr setzte sich dieser Trend fort. Besonders in den US-amerikanischen Medien wurde ein Abgesang auf aktiv gemanagte Fonds gesungen, denn die Zukunft liege eindeutig bei passiven Strategien.

Nicht von Hypes treiben lassen

"Es ist ein Momentum, das auf jeden Fall da ist", äußert Andreas Beys, Vorstandsmitglied der Sauren Fonds-Service, bei der Sauren Investmentkonferenz in Köln und betont: "Wir investieren nicht in Fonds - wir investieren in Fondsmanager." Ein ETF kann zweifellos ein sinnvolles Instrument sein, aber Anleger dürfen sich nicht von Hypes treiben lassen. Aktiv gemanagte Strategien haben laut Beys weiterhin ihre Berechtigung, insbesondere wenn sie diszipliniert und mit einem klaren Ansatz verfolgt werden.

Aktive ETFs immer mehr im Fokus

Doch ETF ist nicht gleich ETF und aktive ETFs rücken immer stärker in den Fokus. "Der ETF ist an sich ja nur ein Mantel und kein per se passives Investment. Viele aktive ETFs werben damit, das Beste aus zwei Welten zu vereinen: ein wenig günstiger als aktive Fonds, aber mit aktiver Steuerung", so das Sauren Vorstandsmitglied. Vor allem in den USA ist eine deutliche Veränderung erkennbar - weg von aktiven Fonds, hin zu indexbasierten ETFs und auf Platz folgen bereits die aktiven ETFs.

Steuervorteile und Image

Für diese Entwicklung gibt es mehrere Ursachen: "2019 gab es Bestrebungen, den steuerlichen Vorteil von ETFs für US-Bürger zu kippen. Das ist gescheitert, und genau deshalb haben Fondsgesellschaften verstärkt aktive ETFs aufgelegt", erläutert Andreas Beys. Denn für US-Bürger bedeutet der ETF-Mantel einen klaren Steuervorteil gegenüber klassischen Fonds. Ein weiterer Grund liegt im Image: "Aktive ETFs sind ein institutionelles Thema, noch nicht wirklich im Retail-Bereich angekommen, aber es ist ein Image-Faktor. So stark, dass in den USA nicht nur neue Produkte aufgelegt, sondern bestehende Fonds in ETFs umgewandelt werden", analysiert der Sauren Vorstand.

Die Profiteure dieses Prozesses sind vor allem die großen Emittenten, wie beispielsweise J.P. Morgan. "Sie haben sowohl in den USA als auch in Europa mit Abstand den größten Marktanteil und bauen diesen aus. Sie wachsen am stärksten", stellt Beys fest. Obwohl passive Strategien weiter dominieren, so hat sich doch die Situation für aktive weiter verbessert, etwa durch regelbasierte Konzepte oder Smart Beta.

Bedeutung für Anleger

Was aber bedeutet diese Entwicklung für den Anleger? "Der Grund, warum aktive Strategien im ETF-Mantel günstiger sind, ist simpel: Wirklich aktives Management ist im ETF-Format nur eingeschränkt möglich. Die Strategien werden vereinfacht, der Aufwand reduziert - und dadurch können sie günstiger angeboten werden. Aber beim genauen Hinschauen ist es nicht das Beste aus zwei Welten", warnt Andreas Beys.

Der Mythos der Markteffizienz

Die Vergangenheit zeigt, dass ein kritischer Blick auf einen neuen Hype lohnt. "Die Effizienzmarkthypothese von Eugene Fama besagt, dass die meisten aktiven Manager den Index nicht schlagen können, weil der Markt effizient ist. Darauf basierte die Entwicklung der ersten ETFs. Aber Robert Shiller und andere zeigen, dass diese Sichtweise nicht unumstritten ist - Wissenschaft ist kein statisches Gebilde", so das Vorstandsmitglied.

Das Prinzip des passiven Investierens fußt darauf, dass die Summe aller aktiven Investoren die Preise richtig bestimmt. Doch wer behauptet aktive Manager sind nutzlos, hat das Prinzip nicht verstanden. "Wir wehren uns gegen dieses Image", betont Beys. Ein weiteres Problem liegt darin, dass der S&P 500 von heute nicht mehr der Index der 1970er-Jahre ist. "Früher spiegelte er die Summe aller aktiven Investoren wider. Heute führen ETF-Zuflüsse dazu, dass das meiste Kapital in die sieben größten Werte fließt. Das hat mit klassischer Markteffizienz nichts mehr zu tun", führt er weiter aus.

Nicht zwingend erfolgreicher

Obendrein zeigt sich, dass ETF-Gelder vor allem in US-Aktien münden und nicht immer den Gesamtmarkt korrekt abbilden. Sie sind günstiger, aber nicht zwingend erfolgreicher. "Zudem gibt es Bereiche, die sich nicht sinnvoll in einem ETF umsetzen lassen, wie Absolute-Return-Strategien oder Teile des Anleihemarkts", macht Beys deutlich.

 

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